Türkei #VI: Kappadokien – malerisches Göreme

Back in the game! Nach fast 10 Tagen Bettruhe fühlte ich mich wieder in der Lage, längere Zeit draußen unterwegs zu sein. Ein geschwollener Rachen, Fieber und Unwollsein benötigten doch deutlich länger meine Aufmerksamkeit, als ich es mir hätte erträumen können. Ein Glück fand ich mit der Pension Köse eine super preiswerte Unterkunft. So konnte ich mich in aller Ruhe auskurieren, ohne das mein Geldbeutel zu stark schrumpfte (6€/ Nacht – nach kurzer Verhandlung). Obwohl das Wort Pension einen höheren Standard normalerweise erahnen lässt, handelte es sich bei der Unterkunft um ein Hostel. Göreme ist ein Touristenort und zu der Zeit waren eine Vielzahl der Unterkünfte eher mau besucht. Es gab Tage, an denen war ich ganz alleine im Hostel; an anderen Tagen hatte ich einen „Mitbewohner“ im Raum. Nach 7 oder 8 Tagen wurde ich aber von den Eigentümern förmlich rausgeworfen, da sie ansonsten einer mehr als 30-köpfigen Reisegruppe absagen hätten müssen – wegen einem (meinem) Bett. Da ich immer kompromissbereit bin, bin ich Ihrem Wunsch nachgekommen und habe mir ein neues Hostel gesucht – ein Höhlen-Hostel. Dort waren immerhin mal wieder jüngere Menschen um mich herum…

mit zwei Südkoreanern im Höhlen-Hostel 🙂

Doch weshalb wollte ich unbedingt nach Göreme – in das Herz Kappadokiens!?

In den verschiedenen Tälern erstrahlten die Gesteinsformationen in den unterschiedlichsten Farben. Zudem konnte man wieder zahlreiche Höhlen entdecken, in denen Menschen vor einigten Jahrhunderten lebten. Die gesamten Tuffsteinlandschaften sahen einfach super beeindruckend aus. Doch seht selbst!

eine malerische Schaukel..

Das erste an- und abgewanderte Tal war das Love – Valley (Liebes – Tal), welches wohl aufgrund markanter Gesteinsformationen seinen Namen erhielt.

An das Love – Valley grenzte direkt ein weiteres Tal, das weiße Tal. Sämtliche markante Gesteinsformen waren auf einmal nicht mehr zu sehen.

Hineinsicht weißes Tal

Nur wenige hundert Meter weiter östlich waren auf einmal alle Gesteine rötlich gefärbt! Komplett in einer anderen Farbe! Crazy!

Mit dem Erreichen des roten Tales wurde es langsam dunkel. Hohe ISO-Werte bedeuten Schärfe-Verluste. Ich hoffe, die veränderte Färbung ist durch die Bilder trotzdem nachvollziehbar. 🙂

Einer der Nachbarorte Göremes war das drei Kilometer entfernte Cavusin. Im Ort selbst befand sich eine Felsenkirche, die man selbstständig bekraxeln konnte.

In meinen Augen kann man das frühzeitliche „Höhlenleben“ noch weiterhin in Cavusin nachempfinden. So wie es augenscheinlich aussah, leben heute wieder einige Familien in diesen Relikten vergangener Jahrhunderter. Die natürlich auch mittlerweile eher einem Haus ähneln als einer Höhle – doch immerhin ließ sich noch erahnen, wie es denn mal gewesen sein könnte…

Mittlerweile fiel in Göreme auch erster Schnee – zumindest bedeckte eine kleinere Schneedecke das Land.

Blick aus dem Hostelfenster auf die schneebedeckte Landschaft

Eine der Hauptattraktionen, weshalb Göreme jedes Jahr zahllose Touristen aus aller Welt anzieht, sind die Heißluftballonfahrten. In den sozialen Medien sah ich bereits zahllose atemberaubende Fotos und so wollte ich auch unbedingt in den Genuss dieses seinesgleichen suchenden Anblicks (Bergkulisse und davor zahllose, bunte, schwebende Ballons) kommen.

Aufgrund meiner Erkrankung sah ich die Ballons zunächst – und im Winter fliegen sie nicht täglich – nur aus dem Fenster. Wie es das Schicksal aber so wollte, wachte ich am Abreisetag zufälligerweise früh genug auf, um die Ballons wenigstens noch einmal zu sehen.

Apropos Touristen: das Asiaten von allem und jedem zahllose Bilder schießen, ist hinlänglich bekannt. Hier die zwei Shots von asiatischen Touristen in Göreme.

Doch nach mehr als 10 Tagen wurde es Zeit zum weiterziehen – schließlich war Dubai noch so einige Kilometer entfernt. Und auch die nächsten Tage sollten mehr als tough werden!

Im nächsten Beitrag werde ich mit dem Winter so richtig struggeln und unglaublich viele Höhenmeter bewältigen. Denn nach dem Abchecken der Wettervorhersage gab es nur eine Richtung -> an die auch im Winter vergleichsweise milden türkischen Küsten zu strampeln.

SVW – immer und überall!

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